Letztes Update des Artikels: Juni 2024.

Pflegehilfsmittel für Senioren.

Worauf Sie in jedem Fall Anspruch haben.

In unserem ausführlichen Ratgeber führen wir Sie durch die verschiedenen Kategorien von Pflegehilfsmitteln, erklären Ihnen die Unterschiede zwischen allgemeinen Hilfsmitteln und Pflegehilfsmitteln, und werfen einen Blick darauf, wer für die zusätzlichen Kosten aufkommt. 

Sie erfahren hier auch, wie Sie Pflegehilfsmittel beantragen können, erhalten Details zum Erstattungsbetrag von 40 Euro für Verbrauchspflegehilfsmittel und lernen, wie Sie Ihr ganz individuelles Pflegepaket für den Einsatz zu Hause erfolgreich beantragen.

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Was sind Hilfs- bzw. Pflegehilfsmittel?

Bei der Recherche nach Pflegehilfe stößt man oft auf die Begriffe „Hilfsmittel“ und „Pflegehilfsmittel„. Obwohl beide Arten von Hilfen darauf abzielen, den Alltag zu erleichtern, unterscheiden sie sich in ihrer Funktion und Zuständigkeit in Bezug auf die Kostenübernahme.

Diese Pflegehilfsmittel gibt es.

Die gesetzliche Krankenversicherung erstellt und aktualisiert ein Hilfsmittelverzeichnis, das die von der Leistungspflicht umfassten Hilfsmittel listet. 

Dieses Verzeichnis ist zwar nicht rechtlich bindend, hat aber eine marktsteuernde Wirkung und bietet eine umfassende Orientierung über die Qualität und Art der verfügbaren Produkte

Unterschieden wird dabei zwischen zwei Arten.

Relevante Produktgruppen für die Pflege.

Relevant für die Pflege zu Hause sind hier v.a. die Produktgruppen P50, P51, P52 und P54, die spezielle Pflegehilfsmittel umfassen, welche direkt auf die Bedürfnisse von Pflegebedürftigen zugeschnitten sind.

Für Menschen mit anerkanntem Pflegebedarf stellt die gesetzliche Pflegeversicherung eine Vielzahl an Hilfsmitteln bereit, die den Pflegeprozess vereinfachen. 

Dazu zählen unter anderem komfortabel ausgestattete Pflegebetten, spezialisiertes Zubehör für Pflegebetten, und Rollstühle mit speziellen Funktionen, die eine bessere Positionierung des Pflegebedürftigen ermöglichen.

Der Alltag von Pflegebedürftigen kann durch Hilfsmittel zur Körperpflege wesentlich erleichtert werden. 

Dinge wie Waschsysteme, Bettpfannen und spezielle Hygieneartikel ermöglichen es ihnen, mehr Eigenständigkeit in der Körperpflege zu bewahren. 

Saugende Bettschutzunterlagen etwa bieten einen effektiven Schutz vor Verschmutzungen und erhöhen gleichzeitig den Komfort im Bett.

Wie Sie diese ordnungsgemäß nutzen erfahren Sie z.B. in einem Pflegekurs für Angehörige.

Technische Hilfsmittel spielen eine große Rolle dabei, Pflegebedürftigen ein Höchstmaß an Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im Allltag zu ermöglichen. 

Ein herausragendes Beispiel sind Hausnotrufsysteme, die im Notfall schnelle Hilfe garantieren. 

Weitere nützliche Hilfsmittel dieser Kategorie sind Erinnerungshilfen, die an wichtige Termine oder Medikamenteneinnahmen erinnern, und Orientierungshilfen wie GPS-Tracker.

Hygiene ist in der Pflege von zentraler Bedeutung – vor allem auch für Angehörige. 

Pflegehilfsmittel zum einmaligen Gebrauch wie Desinfektionsmittel, medizinische Gesichtsmasken, und partikelfiltrierende Halbmasken wie FFP2-Masken sind hierbei unerlässlich. 

Diese Hilfsmittel schützen sowohl den Pflegenden als auch den Pflegebedürftigen und tragen dazu bei, ein höchstmögliches Maß an Hygiene aufrechtzuerhalten.

Im Folgenden gehen wir etwas näher auf diese Produktgruppe ein.

Wussten Sie schon?

Die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland steigt kontinuierlich an. Im Dezember 1999 waren es noch 2,02 Millionen Personen, die pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI) waren. Zehn Jahre später, im Dezember 2009, hatte sich diese Zahl auf 2,34 Millionen erhöht. Im Dezember 2019 waren bereits 4,13 Millionen Menschen pflegebedürftig, und bis Dezember 2021 stieg diese Zahl auf 4,96 Millionen. Auch die Zahl der Pflegeheime steigt ist am steigen.

Besonders bemerkenswert ist, dass von diesen fast 5 Millionen Pflegebedürftigen im Jahr 2021 rund 84 %, also etwa 4,17 Millionen Menschen, zu Hause versorgt wurden.

Diese Entwicklung spiegelt den wachsenden Bedarf an häuslichen Pflegediensten und Pflegehilfsmitteln wider, die es ermöglichen, auch im hohen Alter oder bei gesundheitlichen Einschränkungen ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Zuhause zu führen. 

Wichtig zu wissen:

Für technische Pflegehilfsmittel können Pflegebedürftige dann einen Antrag direkt bei der Pflegekasse stellen. Wichtig zu wissen: Bedürfte müssen einen Eigenbeitrag von 10 Prozent leisten, der jedoch auf maximal 25 Euro begrenzt ist. Oft werden größere technische Hilfsmittel auch nur leihweise zur Verfügung gestellt.

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch können bis zu einem Wert von 40 Euro pro Monat von der Pflegekasse übernommen werden. Versicherte oder ihre Angehörigen können hier einen formlosen Antrag direkt bei der Pflegekasse stellen oder

Übernimmt die Pflegekasse die Kosten für Pflegehilfsmittel?

Die Pflegeversicherung übernimmt die Kosten für Pflegehilfsmittel, wenn diese die Durchführung der Pflege erleichtern, gesundheitliche Beschwerden mildern und die allgemeinen Voraussetzungen erfüllt sind.

Jetzt Pflegehilfsmittel bis zu 40 EUR zusammenstellen!

Inzwischen gibt es die bequeme Möglichkeit, Pflegehilfsmittel zum Verbruch direkt nach Hause geliefert zu bekommen – durch eine individuelle Pflegehilfsmittelbox von Pflegehase. Diese Box wird bis zu einem Wert von 40 Euro pro Monat komplett von der Pflegekasse übernommen, sofern ein Pflegegrad vorliegt.

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Kein Stress bei der Antragsstellung

Der Partner kümmert sich um den gesamten Antragsprozess bei Ihrer Pflegekasse, sodass Sie sich nicht um die Formalitäten kümmern müssen.

Flexible Zusammenstellung der Produkte

Sie können die Inhalte Ihrer Box individuell nach Ihren Bedürfnissen zusammenstellen.

Komfortable Bestellung von Zu Hause

Ob bequem von der Couch oder entspannt bei einer Tasse Kaffee – bestellen Sie Ihre individuelle Pflegemittelbox einfach und unkompliziert von zu Hause aus.

Qualitätsstarke Produkte

Hochwertige Produkte, die Ihre Pflegebedürfnisse effektiv unterstützen. Bettschutzeinlagen, Einmalhandschuhe, Flächendesinfektion uvm.

Termingerechte Lieferung nach Hause

Die Box mit den Pflegehilfsmitteln wird direkt zu Ihnen nach Hause geliefert, genau dann, wenn Sie sie benötigen.

Verfügbarkeit bereits ab Pflegegrad 1

Unabhängig von der Schwere der Pflegebedürftigkeit können Sie diesen Service bereits ab Pflegegrad 1 in Anspruch nehmen.

Fragen und Antworten

Der Antrag auf Pflegehilfsmittel erfolgt bei der Pflegekasse, mit der der Pflegebedürftige versichert ist – entweder schriftlich oder in einigen Fällen auch online. Bei einigen Pflegehilfsmitteln, die zum Verbrauch bestimmt sind, wie z.B. Bettschutzeinlagen oder Einmalhandschuhe, reicht oft eine einfache Anforderung aus.

Nach Eingang des Antrags prüft die Pflegekasse die Notwendigkeit und Angemessenheit der beantragten Hilfsmittel und entscheidet über die Bewilligung.

Die Kasse hat laut Gesetz drei Wochen Zeit, um über den Antrag zu entscheiden, bei Einbeziehung des Medizinischen Dienstes verlängert sich diese Frist auf fünf Wochen.

Falls Ihr Antrag auf Pflegehilfsmittel von der Pflegekasse abgelehnt wird, haben Sie das Recht, Widerspruch einzulegen.

Dies sollten Sie innerhalb eines Monats nach Erhalt der Ablehnung tun.

Der Widerspruch muss schriftlich bei der Pflegekasse eingereicht werden. In diesem Schreiben sollten Sie detailliert begründen, warum die Entscheidung der Kasse Ihrer Meinung nach revidiert werden sollte. Es kann hilfreich sein, zusätzliche medizinische Unterlagen oder eine Stellungnahme von einem behandelnden Arzt beizufügen, die die Notwendigkeit der Hilfsmittel unterstützt.

Bei der privaten Krankenversicherung hängt der Prozess von den spezifischen Vertragsbedingungen ab. In der Regel müssen Sie ebenfalls einen Antrag stellen, der die Notwendigkeit der Pflegehilfsmittel darlegt.

Die PKV prüft diesen Antrag ähnlich wie die gesetzlichen Pflegekassen.

Es ist wichtig, vorab die Vertragsbedingungen zu prüfen, um zu wissen, welche Leistungen genau abgedeckt sind und welche Nachweise eventuell erforderlich sind.

Die Erstattung von bis zu 40 EUR monatlich für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch wird direkt von der Pflegekasse abgewickelt.

Nachdem der Antrag bewilligt wurde, können Sie die Pflegehilfsmittel erwerben und die Quittungen bei der Pflegekasse zur Erstattung einreichen.

Pflegehilfsmittel sind in Deutschland durch das Sozialgesetzbuch (SGB) geregelt, insbesondere durch das SGB V (Gesetzliche Krankenversicherung) und das SGB XI (Soziale Pflegeversicherung). Diese Gesetze legen fest, unter welchen Bedingungen Pflegehilfsmittel zur Verfügung gestellt werden, wer anspruchsberechtigt ist, und welche Arten von Hilfsmitteln von der Versicherung abgedeckt sind.

Link zum Gesetz: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html

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